2014_gg_header_01
2014_gg_header_02
2014_gg_header_03
2014_gg_header_04
Mehrgenerationenpark-Golden
NIZ
Regenbogen-Goldenstedt

Fragen der schulischen Erziehung sind zu allen Zeiten für Eltern und Kinder von existenzieller Bedeutung. Auch Staat und Kirche sind an der Gestaltung des Schulunterrichts seit jeher stark interessiert.

Im Dritten Reich bekämpfte die NS-Diktatur von Anfang an den kirchlichen Einfluss in den Schulen und führte einen erbitterten Kampf gegen die christlichen Bekenntnisschulen. Widerstand in der Bevölkerung wurde im Keim erstickt. Nur selten regte sich offener und organisierter Widerstand. Eine rühmliche Ausnahme bot die Bevölkerung in Goldenstedt.

Eltern schickten ihre Kinder nicht zur Schule, als am 02. Mai 1938 die Umwandlung der beiden Bekenntnisschulen in Goldenstedt und Varenesch zur NS-geprägten Gemeinschaftsschule durch Minister-Erlass angeordnet wurde.

Die Eltern, die sich 1938 gegen die zwangsweise Einführung der Gemeinschaftsschule durch die national-sozialistische Regierung in Goldenstedt wehrten, riskierten Leib und Leben. Deshalb haben sie auch heute noch unsere Hochachtung verdient. Das gilt insbesondere für die 14 Männer, die damals verhaftet wurden und von denen zwölf sogar mehrere Monate die Leiden eines Konzentrationslagers erdulden mussten.

Es soll auch nicht vergessen werden, was die Angehörigen der Verhafteten an Sorgen und Leid getragen haben. Dabei ist besonders zu beachten, dass es Eltern beider Konfessionen waren, sowohl der evangelischen als auch der katholischen, die gegen die Einführung der Gemeinschaftsschule protestierten.

Nähere Informationen zu diesem Thema enthält das Buch "Der Goldenstedter Schulkampf 1938 - Erinnerung an mutige Bürger in einer dunklen Zeit" (sh. unter https://goldenstedt.de/tourismus-freizeit-kultur-bildung/publikationen).